Tag der offenen Tür 2016

Für Asylsuchende

Im Handwerk ist jeder Willkommen!

Wege in Ausbildung für Flüchtlinge

Am 5. Februar 2016 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz die gemeinsame Initiative von BMBF, BA und ZDH "Wege in Ausbildung für Flüchtlinge" auf den Weg gebracht. Die Initiative basiert auf dem ZDH-Konzept "Flexibles Qualifizierungs- und Betreuungssystem für anerkannte Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge mit Bleibeperspektive im Handwerk" und sieht ein dreistufiges Verfahren für einen Übergang in eine betriebliche Ausbildung vor. Junge Flüchtlinge mit einem Sprachniveau von vorzugsweise B1 werden erhalten im Rahmen der BA-Maßnahme PerjuF-Handwerk eine allgemeine Berufsorientierung, die vor allem den Umgang mit verschiedenen, im Handwerk gebräuchlichen Werkstoffen umfasst. Begleitend finden berufsbezogene Sprachkurse statt und die Teilnehmer werden durch einen Sozialpädagogen betreut.

Nach der Identifikation von bis zu drei Ausbildungsberufen in den während der Maßnahme erprobten Berufsfeldern, die der Eignung und Neigung des Teilnehmers entsprechen, erfolgt der Übergang in das BMBF-Programm "Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)". In den Bildungszentren werden die Betreuung durch einen Sozialpädagogen und der berufsbezogene Sprachunterricht über einen Zeitraum von 9 Wochen fortgesetzt. Es schließt sich eine Betriebsphase von einem Monat an. Ziel ist der Übergang in eine betriebliche Ausbildung, bei Bedarf unterstützt durch ausbildungsbegleitende Hilfen oder eine Assistierte Ausbildung.

Sofern noch eine zeitliche Lücke bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken ist, soll eine betriebliche Einstiegsqualifizierung oder ein Orientierungspraktikum stattfinden. Liegt keine Eignung für eine betriebliche Ausbildung vor, kann auch ein Übergang in eine außerbetriebliche Ausbildung erfolgen.

Die Initiative schließt eine Lücke der Bildungskette, indem sie Flüchtlingen eine komprimierte Berufsorientierung und Berufsvorbereitung bietet, die Bildungsinländern nicht zuletzt durch die Bildungsketteninitiative an den allgemeinbildenden Schulen und am Übergang in Ausbildung zur Verfügung steht.

Ansprechpartner

Mario Freytag
Projektleiter

Tel. 0385 6435 - 147
Fax 0385 613068
m.freytag--at--hwk-schwerin.de

Ilka Wodke
Passgenaue Besetzung

Tel. 0385 7417 - 111
Fax 0385 716051
i.wodke--at--hwk-schwerin.de

Weitere Informationen:

www.zdh.de

www.berufsorientierung-fuer-fluechtlinge.de

Logo Gefördert vom BMBF gr

Willkommenslotsen

Integration von Flüchtlingen in Unternehmen – Willkommenslotsen informieren und beraten Sie vor Ort

Die Willkommenslotsen besuchen und beraten Betriebe zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, zum möglichem Verwaltungsaufwand und zu den regionalen und nationalen Förder- und Unterstützungsangeboten. Ziel der Beratung ist, möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer für das Thema Fachkräfte zu sensibilisieren und davon zu überzeugen, dass Flüchtlinge als Auszubildende oder (zukünftige) Fachkräfte eine Bereicherung für jeden Betrieb darstellen können.

Die Willkommenslotsen helfen bei Fragen zu Sprachförderung, Aufenthaltsstatus, Qualifikationsbedarf sowie zu Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten. Mit Hilfe eines Netzwerks von relevanten Akteuren vor Ort unterstützen die Willkommenslotsen die Unternehmen mit dem Ziel, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden.

Diese konkrete Unterstützung erhalten Sie durch Willkommenslotsen:

  • Besetzung von offenen Stellen und Erarbeitung von Anforderungsprofilen für Auszubildende bzw. Mitarbeiter
  • Vorauswahl passender Bewerberinnen und Bewerber aus dem Kreis der Geflüchteten
  • Beratung bei rechtlichen und praktischen Fragen zur Integration
  • Hilfe bei verwaltungstechnischem Aufwand
  • Beratung zu regionalen oder nationalen Förderungs- und Unterstützungsprogrammen für Unternehmen, die Geflüchtete ausbilden und beschäftigen
  • Vermittlung von Kontakten zu relevanten regionalen Institutionen, Organisationen und Projekten, die bei einer Ausbildung unterstützen
  • Unterstützung beim Aufbau einer Willkommenskultur

Der „Willkommenslotse“ kooperiert mit allgemein bildenden Schulen, beruflichen Schulen, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter und weiteren Akteuren (z.B. Bildungsträger und Jugendmigrationsdienst). Er stellt Flüchtlingen das System der dualen Ausbildung vor und berät sie individuell zur Wahl einer passenden Ausbildung und zu Möglichkeiten der betrieblichen Integration. Interessierte Flüchtlinge erhalten Unterstützung im Bewerbungsprozess und werden bei Bedarf auch zu Vorstellungsgesprächen begleitet.

Ansprechpartner

Sebastian Köpke
Willkommenslotse

Tel. 0385 6435 - 135
Fax 0385 613068
s.koepke--at--hwk-schwerin.de



BMWi

Weitere Informationen:

www.bmwi.de

App von "Anerkennung in Deutschland"

Die neue App von „Anerkennung in Deutschland“ für Android, iOS und Windows-Phone ist verfügbar. Damit können sich insbesondere Flüchtlinge über die Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen informieren. Neben Deutsch und Englisch werden auch die Sprachen Arabisch, Dari, Farsi, Tigrinya und Paschtu angeboten.

Neu ist auch das arabischsprachige Portal von „Anerkennung in Deutschland“. Das Portal ist damit in Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Rumänisch, Polnisch, Türkisch, Griechisch und Arabisch verfügbar. 

Alle Informationen rund um die App: www.anerkennung-in-deutschland.de/app

Das arabischsprachige Portal ist erreichbar unter: www.anerkennung-in-deutschland.de

Praktika, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen

Für Betriebe, die einen Flüchtling in ein Praktikum oder in eine Ausbildung aufnehmen möchten, stehen inzwischen detaillierte Informationen zur Verfügung, welche unterschiedlichen Zugänge es gibt. Denn es hängt davon ab, welchen Aufenthaltstitel und Status sie haben.

Weitere Informationen:

www.kofa.de