Fördermöglichkeiten für Weiterbildung

Für Auftstiegsfortbildungen und andere Weiterbildungsangebote stehen individuell unterschiedliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Förderung nutzen

Investitionen in Bildung versprechen eine gute Rendite. Dies gilt gleichermaßen für Betriebe, die in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter investieren, als auch für Beschäftigte, Geringqualifizierte und Arbeitssuchende, die sich damit einen großen Schritt nach vorne zur Existenzsicherung bringen können.

Bildung aber, so heißt es vielfach, kostet Geld und sprengt das betriebliche oder persönliche Budget. Was viele nicht wissen: Der Staat hilft durch entsprechende Förderprogramme wie Aufstiegs-Bafög oder Bildungsgutscheine kräftig dabei mit, möglichst viele Menschen durch Weiterbildungsmaßnahmen besser zu qualifizieren. 

Gerne geben wir Ihnen einen Überblick über die derzeit zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten und -programme für die betriebliche oder individuelle Fort- und Weiterbildung. 

Ansprechpartner

Beate Prien
Kaufmännische Bildung

Tel. 0385 6435 - 241
Fax 0385 613068
b.prien--at--hwk-schwerin.de

 

Silvia Grunert
Technische Bildung

Tel. 0385 6435 - 251
Fax 0385 613068
s.grunert--at--hwk-schwerin.de

Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung)

Wir führen das Programm "Weiterbildungsstipendium" (Begabtenförderung Berufliche Bildung für Junghandwerker und Junghandwerkerinnen) im Kammerbezirk als zuständige Stelle durch. Wir übernehmen die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten, ihre Beratung und Förderung im Einzelfall. Wir entscheiden nach den Maßgaben der Förderrichtlinien über die Förderfähigkeit von Weiterbildungsmaßnahmen, berechnen die förderfähigen Maßnahmekosten und zahen den Förderbetrag aus.

Wir wollen interessierte und leistungswillige Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die sich durch Teilnahme an Bildungsmaßnahmen beruflich und persönlich weiter qualifizieren, mit finanziellen Zuwendungen unterstützen. Junge Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung werden aus Mitteln für das Weiterbildungsstipendium durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gefördert.

Voraussetzungen:

  • das Ergebnis der Gesellen-/Abschlussprüfung muss besser als "gut" (mindestens 88 Punkte, je Prüfungsteil) sein oder
  • erfolgreiche Teilnahme am praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend (Bundes-/Landessieger) oder
  • durch begründeten Vorschlag eines Betriebes oder der Berufsbildenden Schule.

Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten (Ausnahmen möglich) wurde und der Kandidat kein Schüler oder Student ist. Der Förderzeitraum beträgt drei Jahre (Aufnahmejahr plus zwei Kalenderjahre).

Die Aufnahme in das Förderprogramm ermöglicht die berufsbegleitende Teilnahme an:

  • anspruchsvollen Bildungsmaßnahmen zum Erwerb beruflicher Qualifikationen
  • beruflicher Aufstiegsfortbildung (Meistervorbereitungslehrgang)
  • anspruchsvollen Bildungsmaßnahmen, die der Entwicklung fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen oder der Persönlichkeitsbildung dienen

Finanzielle Zuwendungen gibt es für: #

  • Teilnahmekosten/Gebühren
  • Fahrtkosten
  • Aufenthaltskosten (Tagegeld/Übernachtungsgeld)
  • Arbeitsmittel
  • IT-Bonus
  • Prüfungskosten

Die Höhe der jährlichen Zuwendung beträgt bis zu 2.400 Euro. Bei einer dreijährigen Förderung können maximal 7.200 Euro in Anspruch genommen werden. 10 % sind als Eigenanteil vom Stipendiaten zu tragen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Ansprechpartner



Meister-Extra

Ab dem 1.1.2016 geprüfte Handwerksmeisterinnen und Meister bekommen 1.000 Euro "Extra" vom Land

„Meister-Extra“ des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern kann jeder erfolgreiche Absolvent/Absolventin der beruflichen Weiterbildung zum Handwerksmeister oder Industriemeister das „Meister-Extra“ des Wirtschaftsministeriums erhalten. Mit dem Meister-Extra soll das persönliche Engagement für die Meisterqualifikation anerkannt und der Meister-Titel als Gütesiegel für die Qualität im Handwerk und in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt werden.

Was wird gefördert?

Das „Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro wird einmal pro Person für nach dem 01.01.2016 abgeschlossene Meisterprüfungen in Handwerk und Industrie gezahlt (schriftliche Mitteilung über den erfolgreichen Abschluss des Meisterprüfungsverfahrens i.S. § 21 Meisterprüfungsverfahrensverordnung als öffentlich-rechtlich geregelte Fortbildungsprüfung nach der Handwerksordnung oder nach dem Berufsbildungsgesetz).

Wer wird gefördert?

Alle Meisterinnen und Meister, die sich mit ihrem Abschluss in die Handwerksrolle eintragen lassen können, d.h. Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister nach Anlage A und B 1 zur Handwerksordnung sowie Industriemeisterinnen und Industriemeister nach der beigefügten Liste. Nicht gefördert werden Betriebswirte des Handwerks, Techniker sowie Meister außerhalb von Handwerk und Industrie (HoGa, Gartenbau, Forst, Landwirtschaft usw.).

Hauptwohnsitz (seit mindestens 3 Monaten) und Beschäftigungsort der Antragsteller müssen zum Zeitpunkt der Feststellung des Prüfungsergebnisses in Mecklenburg-Vorpommern liegen; bei arbeitslosen Absolventen genügt der Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern. Die Meisterprüfung muss nicht in Mecklenburg-Vorpommern abgelegt worden sein.

Auch Bundeswehrangehörige erhalten das „Meister-Extra“, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen, insbesondere müssen der Hauptwohnsitz und der Beschäftigungsort in Mecklenburg-Vorpommern liegen.

Wie wird gefördert?

Die erfolgreichen Absolventen der beruflichen Weiterbildung zum Handwerksmeister oder Industriemeister stellen einen formgebundenen Antrag (Formular online) bei der Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer in Mecklenburg-Vorpommern, bei der sie ihre Prüfung abgelegt haben.

Haben die Absolventen ihre Prüfung außerhalb des Landes Mecklenburg-Vorpommern abgelegt, wenden sie sich an die für ihren Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern zuständige Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer.

Der Antrag muss spätestens 12 Monate nach bestandener Meisterprüfung gestellt werden (Ausschlussfrist). Das „Meister-Extra“ ist eine freiwillige Leistung ohne Rechtsanspruch.

Meister-Extra