Handwerkskammern begrüßen Signale der Landesregierung zur Stärkung des wirtschaftlichen Mittelstandes

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Pressemitteilung vom 26.01.2026Handwerkskammern begrüßen Signale der Landesregierung zur Stärkung des wirtschaftlichen Mittelstandes

Die Handwerkskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern begrüßen ausdrücklich, dass die Landesregierung eine zentrale Forderung des Handwerks aufgegriffen und die Erhöhung der Wertgrenzen bei der öffentlichen Auftragsvergabe auf den Weg gebracht hat. Nach den Planungen sollen die Wertgrenzen für Direktaufträge im Bereich der Bauleistungen von 10.000 Euro auf 150.000 Euro sowie für Direktaufträge bei Dienstleistungen von 5.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben werden.

Dazu Axel Hochschild, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern: „Diese Vereinfachung erleichtert die Vergabe von Aufträgen an regionale Unternehmen und ist ein gutes Signal der Landespolitik für den wirtschaftlichen Mittelstand. Vergabeverfahren werden damit beschleunigt, Aufträge kommen schneller bei den kleinen und mittleren Betrieben an. Dies sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze im Land.“

Nach den Worten von Präsident Hochschild betrifft die angekündigte Ausrichtung ebenfalls das vom Handwerk geforderte Primat der Vergabe in Teil- und Fachlosen. „Wichtig ist, dass diese Forderung nunmehr auch auf Bundesebene unterstützt wird“, betont Hochschild. So könne sichergestellt werden, dass insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen weiterhin realistische Chancen haben, öffentliche Aufträge zu erhalten. Insgesamt habe die Landesregierung im Vergleich zur Bundespolitik deutlich das Reformtempo erhöht und damit auf Landesebene zur besseren Planbarkeit und Entlastung der Unternehmen beigetragen.

Die Handwerkskammern sehen in den geplanten Anpassungen auch ein klares Ergebnis des gemeinsamen Investitionsgipfels sowie des daraus resultierenden Investitionsbeirates der Landesregierung mit der Wirtschaft. Gleichzeitig würden damit die Voraussetzungen verbessert, damit die in den kommenden Jahren erwarteten Investitionsmittel schneller wirksam werden. Diese Investitionen müssen nun zügig in zentrale Zukunftsprojekte fließen – von Baumaßnahmen für Bildungseinrichtungen bis hin zum Ausbau der Infrastruktur, insbesondere Straßen und Brücken.

Das Handwerk steht mit seinen fachlichen Kompetenzen und technischen Voraussetzungen bereit und hat die Ärmel hochgekrempelt.

Immer mehr potenzielle Fachkräfte sehen in dieser Entwicklung ihre beruflichen Chancen im Handwerk. So gab es 2025 allein in den Bau- und Ausbauberufen landesweit mit 431 neuen Ausbildungsverträgen einen Zuwachs von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.