PM 11.02.2021: Handwerkskammern in MV und Landesinnungsverband der Friseure und Kosmetiker fordern: Kosmetikerbetriebe JETZT öffnen

Die Handwerkskammern des Landes MV und der Landesinnungsverband der Friseure und Kosmetiker appellieren an die Landesregierung, die Öffnung der Kosmetikbetriebe zu ermöglichen.

Trotz erster Lockerungen des Lockdown müssen landesweit 1238 Kosmetikerbetriebe geschlossen bleiben. Dazu Präsident Axel Hochschild von der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK): „Dies ist für die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deren Mitarbeiter eine Katastrophe, sind diese Betriebe doch bereits seit November geschlossen. Damit ging diesen Betrieben nicht nur das Jahresendgeschäft verloren, auch der Jahresauftakt gab bisher wenig Grund für Optimismus. Überbrückungshilfen kommen zu spät, die Novemberhilfe wurde bis zum Januar ausgezahlt. Der Dank gilt deshalb der Landesregierung für die teilweise Vorauszahlung der Überbrückungshilfe III.“ Die Wiederöffnung der Friseure sei ein richtiges Signal, so Präsident Uwe Lange von der Handwerkskammer Schwerin. „Kosmetikerbetriebe hatten bereits vor der Pandemie höchste Hygienestandards und während der Coronazeit zumindest gleichwertige hygienische Voraussetzungen wie die Friseure“, ergänzen die HWK-Präsidenten. Die Handwerkskammern des Landes sowie der Landesinnungsverband der Friseure und Kosmetiker sehen deshalb keinen Anlass, die Betriebe nicht jetzt zu öffnen. Viele Kunden mit gesundheitlichen bzw. dermatologischen Problemen brauchen zudem dringend die professionellen Behandlungen.

Das Handwerk leistet seinen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die Pandemie bestmöglich zu bewältigen. Jetzt müssen diese Leistungen auch Anerkennung finden.

Mit Blick auf die geringen Inzidenzwerte in Mecklenburg-Vorpommern ist es nicht nachvollziehbar, warum Kosmetikerunternehmen, die noch nie ein Hotspot waren, nicht endlich öffnen dürfen. Diese Unternehmen, so die Handwerkskammern und der Landesinnungsverband, brauchen JETZT Planungssicherheit und eine Konkretisierung des Stufenplans.

Die Handwerkskammern fordern zudem die Bereitstellung ausreichender und bezahlbarer Schnelltests.