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Das Berufsbild des Geruestbauers.

Von Abkühlung keine Spur

Ergebnisse der aktuellen Frühjahrskonjunkturumfrage im Handwerkskammerbezirk Schwerin

Das Handwerk im Kammerbezirk Schwerin bleibt im Konjunkturhoch. Insgesamt bewerten jetzt 96 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend, 4 Prozent mehr als im Vorjahr. 65 Prozent bewerten ihre Geschäftslage sogar als gut, das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 31 Prozent ist die Lage befriedigend. Der Anteil derer, die eine schlechtere Geschäftslage beklagen, hat sich auf 4 Prozent halbiert.

Weit überdurchschnittlich viele positive Rückmeldungen gibt es von den Baubetrieben und den Ausbauhandwerken, zu denen z.B. die Elektro- oder die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikbetriebe zählen. Auch die Zulieferbetriebe bewegen sich auf einem hohen Niveau. Eine etwas geringer ausgeprägte Zufriedenheit zeigt sich im Kfz-Handwerk und bei den Gesundheitshandwerken.

Die Umsatzentwicklung zeigt sich stabil. Der durchschnittliche Auftragsvorlauf der Betriebe beträgt jetzt schon 12, im Ausbauhandwerk sogar mehr als 15 Wochen.

Nur noch wenige Betriebe sind schlecht ausgelastet. Mehr als die Hälfte ist bereits bis zu 100 Prozent der vorhandenen betrieblichen Kapazitäten ausgelastet. In den Ausbauhandwerken sind es sogar schon 77 Prozent der Betriebe, die eine vollständige Auslastung angeben.

Die Beschäftigungslage kann damit nicht Schritt halten. Der Anteil der Betriebe, die über einen Rückgang ihrer Beschäftigtenzahlen berichten, beträgt 11 Prozent. Bei 85 Prozent ist die Zahl der Mitarbeiter gleichgeblieben. Lediglich 4 Prozent konnten ihre Beschäftigtenzahl erhöhen.

Die Preise für Rohstoffe, Materialien und Energie sind erneut gestiegen. Aber auch in die Entwicklung der Verkaufspreise ist Bewegung gekommen. 30 Prozent der Betriebe haben ihre Preise nach oben angepasst. Nach wie vor wird auf stabilem Niveau investiert.

Die weiteren Aussichten

Der Ausblick auf den Sommer und die damit verbundenen Erwartungen an den weiteren Konjunkturverlauf sind insgesamt positiv. 98 Prozent der Betriebe erwarten eine gute oder befriedigende Geschäftsentwicklung und nur noch 2 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Aber: 72 Prozent davon erwarten nur noch eine befriedigende Geschäftslage. Selbst in den Bau- und Ausbaugewerken hat sich die Einschätzung der zukünftigen Geschäftslage zum größten Teil von gut zu befriedigend verlagert.

Wachstumshemmnis Fachkräftemangel

„Das Handwerk im Schweriner Kammerbezirk arbeitet weiterhin auf Hochtouren. Die Auftragsbücher sind voll, die Vorlaufzeiten haben sich noch weiter erhöht“, sagt Edgar Hummelsheim, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin. Die gedämpften Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf seien durch den akuten Nachwuchs- und Fachkräftemangel verursacht. „Der weitgehend leergefegte Arbeitsmarkt bietet den Betrieben kaum noch Möglichkeiten, die für die Auftragsbewältigung notwendigen Kapazitäten aufzustocken. Der Fachkräftemangel ist zu unserem größten Wachstumsrisiko  geworden“. Die Handwerkskammer hat daher für 2019 zu einer Ausbildungsoffensive aufgerufen, die auf mehr Nachwuchs, die Steigerung der Ausbildungsqualität und verbesserte Bedingungen für Azubis zielt. Dazu wird vom Land unter anderem auch eine kurzfristige Verbesserung der Förderung von Fahrt- und Unterkunftskosten für Berufsschüler gefordert.

(An der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer Schwerin, die derzeit 7.642 Mitgliedsbetriebe zählt, haben sich 238 Betriebe beteiligt.)